Auch in der Kaiserstadt wird wieder trainiert. Für Alemannia Aachen beginnt damit die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der Regionalliga West, an deren Ende die Rückkehr in den Profifußball stehen soll.
Am Mittwoch (3. Januar) begann das Fußballjahr in Aachen mit einem Lauftest, viele Bälle gab es für die Spieler noch nicht zu sehen. "Die Eindrücke sind super, wir haben uns - ich kann nur fürs Trainerteam sprechen - schon vermisst und diesen Trainingsauftakt herbeigesehnt", verriet Trainer Heiner Backhaus nach der ersten Einheit, zu der sich bereits einige Alemannia-Fans auf den Trainingsplatz verirrt hatten. "Die Jungs sind fit wiedergekommen und wurden dann überrascht von vielen Kiebitzen, sodass das Training umso mehr Spaß gemacht hat."
Und nun soll der Grundstein für eine gute Rückserie gelegt werden. "Gesundheit ist Grundvoraussetzung, um Erfolg zu haben. Wir sind hier, um für Alemannia Aachen alles zu geben", fordert Backhaus und beschreibt den Plan bis zum Ligastart am 3. Februar. "Deswegen habe ich gesagt, die erste Woche in Aachen wird ekelhaft und allen wehtun, weil wir körperlich den Grundstein legen müssen, dass wir körperlich das ganze Jahr durchpowern können und dann in der Türkei an den Feinheiten arbeiten."
Sein Zusatz: "Das habe ich der Mannschaft nach dem Training gesagt: wir haben keine Zeit zu verlieren und mich interessiert nicht, wer am Ende spielt, sondern nur dass derjenige topfit ist. Da muss jeder alles tun, da nehmen wir keine Rücksicht. Da haben wir heute auch gesehen, wer noch Nachholbedarf hat."
Testspieler Lerche hinterlässt guten ersten Eindruck
Bei der Alemannia ebenfalls dabei: Gastspieler und Ex-SG Wattenscheid-Angreifer Dennis Lerche, der Backhaus mit seiner Fitness beeindruckte. "Mich verwundert, dass ein Spieler, der ein halbes Jahr kein geordnetes Training hatte, beim Lauftest vor einigen von unseren Spielern war. Das ist verwunderlich und hatte ich nicht erwartet", beschreibt der Cheftrainer. Ob es zu einer Verpflichtung kommt, sei aber noch nicht abzusehen. Backhaus: "Wir werden genau hingucken, aber keinen Schnellschuss machen und schauen, ob wir uns mit jeder Personalie verstärken. Ohne Verstärkung brauchen wir keinen Transfer machen."
Am Wochenende steht für die Alemannia der Sparkassen Hallencup an, der Blick geht natürlich schon jetzt auf einen anderen Wettbewerb: "Das große Ziel ist viel wichtiger als irgendein Hallenturnier. Das ist der Aufstieg, was denn sonst? Erik Meijer hat gesagt ´Nichts ist scheißer als der zweite Platz´. So könnte ich das gar nicht sagen, aber einem Holländer verzeiht man das", fügte er mit einem Lächeln an.
Die Mission Aufstieg setzt sich für die Kaiserstädter am 3. Februar mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach II fort. In die Winterpause ging die Alemannia mit fünf Siegen in Folge.